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(BIERMANN) – Immer mehr Mediziner bieten ihren Patienten Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) an. Laut einer aktuellen Umfrage vertreten mehr als die Hälfte der 440 befragten Allgemein- und Fachärzte die Meinung, dass sie das kassenärztliche Angebot dadurch sinnvoll ergänzen können.
Der zusätzliche Nutzen für den Patienten stehe dabei im Vordergrund. So bekundeten 64,8 Prozent der Ärzte, dass sie die zahlungspflichtigen Leistungen für medizinisch sinnvoll erachten und sie selbst dann anbieten würden, wenn ihre Arbeit als Kassenarzt angemessener bezahlt würde. Lediglich 8,6 Prozent der Ärzte verfolgen, laut der Umfrage, mit dem IGeL-Angebot ausschließlich finanzielle Interessen.
Viele Patienten sind offenbar bereit, die zusätzlichen Kosten der Leistungen zu tragen. So gaben 35,5 Prozent der befragten Mediziner an, dass ihre Patienten auf die Angebote offen und interessiert reagieren. Nur jeder Neunte beobachtete ein deutliches Misstrauen gegenüber IGeL.
Allerdings lehnt auch weiterhin jeder vierte Arzt dieses Angebot in der eigenen Praxis ab. 36,8 Prozent von ihnen gaben an, dass sich IGeL für sie nicht lohne, weitere 38,3 Prozent halten die Angebote für unseriös. Für ein Viertel der Kritiker sprechen praktische Gründe gegen die Zusatzleistungen.
Die Umfrage ist Teil eines Gesundheitsmonitors, den die CompuGroup Holding AG gemeinsam mit der Medical Tribune sowie der Rhein-Zeitung erstellt. Dafür werden jeden Monat 440 Allgemeinmediziner, Internisten, Kinderärzte und Gynäkologen zu aktuellen Fragestellungen des Gesundheitswesens befragt.
Quelle: CompuGroup Holding AG
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