(BIERMANN) – Ludwin Monz, der neue Vorstandsvorsitzende des TecDAX-Unternehmens Carl Zeiss Meditec, rechnet trotz verhaltenen Starts mit Wachstum in diesem Jahr.
"Wir sind eigentlich ganz guter Dinge", sagte Monz bei der Vorlage der Zahlen für die ersten sechs Monate. Vor allem das Geschäft in Asien soll dafür sorgen, dass der Umsatz leicht über dem Vorjahreswert von rund 600 Millionen Euro liegt. Die Profitabilität soll bei der Marge von 12 Prozent gehalten werden, "eher besser". Zeiss Meditec ist nach eigenen Angaben Marktführer bei Geräten zur Diagnose und Behandlung von Augenerkrankungen.
In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres (30. September) lag der Umsatz, auch beeinflusst durch Währungseffekte, bei 321,1 Millionen Euro - nach 336,7 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich von 38,9 auf 39,3 Millionen Euro. Unter dem Strich verbuchte Zeiss Meditec einen Gewinn von 22,2 Millionen Euro. "Das zeigt, dass wir die Kosten im Griff haben", sagte Monz. Die Ertragslage gebe Spielraum für Investitionen in Produkte, Lizenzen und Technologien. Der Physiker steht seit März an der Spitze des Unternehmens mit rund 2100 Beschäftigten.
Seine Geschäftsprognose begründete Monz mit einer soliden Entwicklung im zweiten Quartal und einem um fünf Prozent gestiegenen Auftragseingang. Während sich der US-Markt für Medizintechnik nach dem Ende der Debatte um die Gesundheitsreform stabilisiere, gebe es die größten Unsicherheiten derzeit in Europa. "Ich halte Panikmache aber für verfehlt", äußerte der Meditec-Vorstandschef angesichts der Euro-Krise. Von einem schwachen Euro würde der stark exportorientierte Jenaer Konzern zunächst profitieren.
Monz hatte das Ruder von Michael Kaschke übernommen, der zurück an die Spitze des Aufsichtsrates wechselte. Kaschke ist zugleich Finanzvorstand des baden-württembergischen Mutterkonzerns Carl Zeiss (Oberkochen). (dpa)
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