(BIERMANN) – Zusammen mit dem Glauchauer Augenspezialisten, Dr. Klaus Schiller, pensionierter Augenarzt und ehemaliger Chefarzt der Augenklinik Glauchau, reiste Dr. Frank Klemm, Geschäftsführer der Oculentis GmbH, Ende 2009 für eine zweiwöchige Hilfsaktion nach Puma, Tansania, um vor Ort nachhaltig den katastrophalen augenmedizinischen Bedingungen entgegenzuwirken. In diesem Jahr wird Oculentis einen gemeinnützigen Verein gründen, um die begonnene Arbeit dort langfristig fortzusetzen.
Für Dr. Frank Klemm war es der erste Tansania-Einsatz, für Dr. Klaus Schiller der dritte. Zusammen mit Schwester Sieglinde und Helfern der Augenstation der katholischen Missionsstation "Mutter des Heiligen Kreuzes", operierte er in Puma, einem völlig abgelegenen Ort in Tansania, unentgeltlich Patienten mit Katarakt, Glaukom, schweren Missbildungen und Tumoren.
Die Nachricht, dass Ärzte aus Deutschland kommen, hatte sich bis zu 100 Kilometer in der armen Region herumgesprochen. Dies war eine der seltenen Chancen, professionelle medizinische Betreuung zu erfahren. Viele hundert Menschen kamen und warteten bereits geduldig vor der Ambulanz der Mission, als das Team aus Glauchau und Berlin eintraf. "Viele Patienten, die zu uns kamen, waren blind. Sie kamen oft in körperlich schlechten Zustand, abgemagert und barfuß zur Station. Es ist bewundernswert, wie diese Menschen ihr Leid und ihre Armut ertragen und sich gleichzeitig ihre Lebensfreude bewahren", berichtet Klemm.
Mindestens zehn Stunden am Tag stand das Team in der Ambulanz und im OP, um dem großen Andrang Hilfesuchender gerecht zu werden. Wasser und Strom fielen gelegentlich aus, dennoch wurde die Arbeit nur selten unterbrochen, denn zu viele Menschen warteten auf Hilfe. Durch die Verwendung des von Oculentis gespendeten Keratometers konnten die Linsen-Parameter erstmals exakt präoperativ bestimmt und somit das Qualitätsniveau der medizintechnischen Ausstattung vor Ort weiter verbessert werden.
Fast 90 Prozent der weltweit rund 37 Millionen blinden Menschen leben in Armutsgebieten. Die Hauptursachen von Blindheit sind grundsätzlich vermeid- beziehungsweise heilbar: Grauer Star, Grüner Star, Trachom, Flussblindheit, Vitamin-A-Mangel. In den Armutsgebieten, wie Puma in Tansania, fehlt es jedoch noch an vielem, um den von Blindheit bedrohten beziehungsweise bereits erblindeten Menschen zu helfen: an entsprechendem Wissen und Bewusstsein bei der Bevölkerung zur Prävention; an Medikamenten und Mechanismen zu deren Verteilung; an augenmedizinischen Einrichtungen; an ausreichend ausgebildetem lokalem Fachpersonal.
Darum möchte das Team um Dr. Schiller die Arbeit vor Ort weiter fortsetzen. Dazu braucht es aber Unterstützung bei der Beschaffung von OP-Ausrüstung und ehrenamtlichen Hilfseinsatz. Aus diesem Grund hat sich Oculentis dazu entschlossen, einen gemeinnützigen Verein zu gründen, der transparente und nachhaltige Hilfe gezielt in Puma, Tansania, leisten soll. Erste Spenden wurden bereits während einer Jahresabschlussfeier der Oculentis Ende Dezember gesammelt.
Quelle:
www.oculentis.com
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