– VEVEY (BIERMANN) – Der weltgrößte Nahrungsmittelkonzern Nestlé hat 2009 weniger verkauft und einen deutlich niedrigeren Gewinn erzielt.
Das Ergebnis ging auf 10,4 Milliarden Franken (fast 7,1 Mrd Euro) nach noch 18,0 Milliarden Franken im Jahr zuvor zurück, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Der Umsatz sank um 2,1 Prozent auf 107,6 Milliarden Franken. Den Aktionären soll eine um 14 Prozent höhere Dividende von 1,60 Franken je Aktie gezahlt werden.
Der Grund für den zum Vorjahr deutlich tieferen Reingewinn ist der Verkauf von einem Viertel der Aktien des Augenheilmittelunternehmens Alcon an den Pharmakonzern Novartis, der 2008 vollzogen wurde. Die Gewinnzahlen seien daher nicht direkt vergleichbar, betont Nestlé. So blieb das operative Ergebnis (EBIT) stabil bei 15,7 Milliarden Franken.
Organisch, also aus eigener Kraft vor Zukäufen und Währungseffekten, ergab sich jedoch ein Umsatzwachstum von 4,1 Prozent. Dieses setzt sich aus dem für das Unternehmen wichtige reale interne Wachstum von 1,9 Prozent sowie Preisanpassungen von 2,2 Prozent zusammen.
Für 2010 ist der Konzern verhalten optimistisch. Nestlé erwarte trotz anhaltender wirtschaftlicher Unsicherheit ein höheres organisches Wachstum des Kerngeschäfts mit Nahrungsmitteln und Getränken als 2009 sowie eine weitere Verbesserung der EBIT-Marge.
(dpa)
Noch keine Kommentare vorhanden.