Anzeige

Novartis mit Rekordgewinn - Probleme bei Pharma - Lucentis einer der Hoffnungsträger

Joseph Jimenez, der neue Novartis-Pharmachef. Quelle: Novartis
Joseph Jimenez, der neue Novartis-Pharmachef. Quelle: Novartis

19.10.2007 – BASEL (MedCon) - Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat in den ersten neun Monaten dank Sonderfaktoren einen Rekordgewinn erzielt, kämpft aber mit Problemen im Kerngeschäft. Der deutsche Chef der Pharmasparte, Thomas Ebeling, wird mit sofortiger Wirkung ausgewechselt und durch den Amerikaner Joseph Jimenez ersetzt.

Die lahmende Pharmasparte soll mit dem neuen Chef und durch Jobabbau auf dem wichtigsten Markt USA wieder in Schwung gebracht werden. Das berichtete der Pharmahersteller gestern in Basel. Der Konzern, der weltweit knapp 100.000 Mitarbeiter hat, streicht 1260 Stellen in Marketing und Verkauf. Dadurch sollen jährlich 230 Millionen US-Dollar gespart werden.

Auf dem US-Markt hat Novartis Schwierigkeiten bei der Zulassung neuer Arzneien und mit Patentstreitigkeiten sowie wachsender Konkurrenz im Generika-Geschäft zu kämpfen.

Knapp die Hälfte des Reingewinns im Zeitraum Januar bis September von 11,1 Milliarden US-Dollar (rund 7,8 Mrd Euro) stammte aus dem Verkauf der Geschäftszweige medizinische Ernährung und Babynahrung an Nestlé. Novartis hat seine Konzernausrichtung nun ausschließlich auf den Healthcare-Sektor fokussiert.
2006 hatte das Unternehmen einen Überschuss von 7,2 Milliarden Dollar erzielt.

Im dritten Quartal war der Konzerngewinn rückläufig und sank um zwölf Prozent auf 1,57 Milliarden Dollar. Trotz des schwachen Quartals rechnet Novartis-Chef Dr. Daniel Vasella aber im Gesamtjahr mit weiteren Rekordergebnissen.
Für das zweite Halbjahr 2008 stellte Vasella zudem eine neue Wachstumsphase aufgrund der Einführung sieben neuer Medikamente in Aussicht. Zu diesen Medikamenten zählte er auch Lucentis. In der Novartis Presse-Mitteilung steht es an erster Stelle der Auflistung. In den ersten neun Monaten erzielte Lucentis einen Nettoumsatz von 223 Millionen US-Dollar. Besonders starkes Umsatzwachstum seit der Einführung auf dem europäischen Markt im Januar verzeichnet Novartis für dieses Medikament in Deutschland, Frankreich und in der Schweiz.

Der Konzernumsatz insgesamt stieg in den ersten neun Monaten 2007 um 13 Prozent auf 28,1 Milliarden Dollar. Der Kernbereich Pharma legte bei den Verkäufen jedoch nur um acht Prozent auf 17,9 Milliarden Dollar zu. Der Pharma-Betriebsgewinn sank im dritten Quartal sogar um 13 Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar.

Informationen:
www.novartis.com


(dpa/dk)

Kommentare

Noch keine Kommentare vorhanden.

Neuen Kommentar schreiben

Login
Termine
  •  

    15.09.2010

    12. ophthalmo-chirurgischer Nachmittag der ARTEMIS Augen- und Laserklinik Frankfurt mehr