(BIERMANN) – Prof. Hans Remky ist Anfang dieses Monats im Alter von 88 Jahren gestorben.
Remky, Jg. 1921, war Gründungs- und Ehrenmitglied der Julius-Hirschberg-Gesellschaft (JHG) und hat viele Jahre als treibende und richtunggebenede Kraft der ophthalmo-historischen Gesellschaft gewirkt. Remky, so erinnert die JHG, habe die Gesellschaft "in seinem langjährigen Wirken entscheidenst gepägt und hinterlässt eine nicht zu schließende Lücke".
Remky war seit 1970 in München als niedergelassener Augenarzt tätig und leitete bis zu seinem Ruhestand eine private Augenklinik in Bogenhausen.
Zuvor hatte er an der Augenklinik der Ludwig-Maximilians-Universität gewirkt. Sein Entschluss, die Hochschullaufbahn zu verlassen, beruhte - so berichtet Prof. Hans-J. Küchle in seinem Augenkliniken-Buch - vor allem auf der Entscheidung der Medizinischen Fakultät, nicht ihn, sondern den wesentlich jüngeren Prof. Otto-Erich Lund zum Nachfolger von Prof. Wilhelm Rohrschneider zu berufen. Remky, der sich 1950 bei Rohrschneider habilitiert hatte, war lange Jahre dessen Oberarzt gewesen.
Remky hatte die Münchener Universitäts-Augenklinik von 1965 bis 1968 fast drei Jahre lang erfolgreich kommissarisch geleitet, aber, so Küchle, "das Amt eines kommissarischen Direktors ist meist ein undankbares".
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