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Augenarzt und Künstler: Peter Rademacher stellt in New York aus

Dr. Peter Rademacher - in Kürze ist eine Auswahl seiner Bilder in New York zu sehen. Fotoquelle: Rademacher
Dr. Peter Rademacher - in Kürze ist eine Auswahl seiner Bilder in New York zu sehen. Fotoquelle: Rademacher

12.03.2010 (BIERMANN) – Der münsterische Augenarzt Dr. Peter Rademacher ist einer von 15 ausgewählten deutschen Künstlern, die vom 23. März bis 13. April in einer New Yorker Galerie eine Auswahl ihrer Werke präsentieren werden.

Gezeigt werden sechs Bilder von Peter Rademacher im Rahmen der Ausstellung "Contemporary German Art: The New York Experience". Veranstalter ist die Agora Gallery. Sie hatte 2009 - nachdem sie über Rademachers Homepage auf dessen Kunst aufmerksam geworden war - angefragt, ob er sich am Wettbewerb zur Teilnahme an dieser Ausstellung beteiligen wolle - Rademacher nutzte diese Chance und wurde von den Juroren ausgewählt.

Rademacher, 1953 in Hagen geboren, verbrachte seine Schulzeit im nordrhein-westfälischen Arnsberg. Zur Malerei fand er durch seine Mutter, die sehr gut zeichnen konnte. Sein Vater führte ihn frühzeitig an die Musik heran. Zwischen den beiden Polen Malen und Musik (Gitarre) wuchs Rademacher auf und sie blieben bis heute allgegenwärtig für ihn.

Seine ersten Kunstausstellungen hatte Rademacher bereits zur Schulzeit, vor allem in Arnsberg. Nach dem Abitur studierte er zunächst Jura, Geologie und Kunst in Bonn und Münster. Während der Studienzeit zeichnete er vor allem und eines Tages - in den 1980er Jahren - erhielt Rademacher den Auftrag, zwei deutsche fanzines (Fanzeitschrift) der englischen Beatband "The Kinks" zu illustrieren. Von da an konzentrierte er sich vorwiegend auf die Malerei.

Während des mittlerweile aufgenommenen Medizinstudiums musste Rademacher notgedrungen immer wieder einmal längere Malpausen einlegen, da das Studium Vorrang hatte. Trotz mehrerer Ausstellungen und der Kooperation mit einer Karlsruher Galerie reduzierte er seine künstlerischen Ambitionen zeitweise auf ein Minimum. Für die Zeitschrift "et cetera" schuf er den Holzschnitt "l`abstract", dann folgte zunächst eine längere künstlerische Pause.

Sein Freund und früherer Chef an der Universtäts-Augenklinik Münster, Prof. Holger Busse, hatte sehr früh Rademachers Neigung zur Kunst und Musik entdeckt. Selbst musisch sehr entwickelt, ließ er dem jungen Kollegen viel Spielraum für dessen Hobbies, sodass Rademacher zum Ende seiner Ausbildungszeit wieder zu seinem malerischen Niveau zurückfand. "Dafür bin ich ihm sehr dankbar", blickt Rademacher zurück. Bei seiner größten Einzelausstellung 1999 in der "Rentaco-residenz" in Münster mit über 80 Werken hielt Prof. Busse die Laudatio.

Mittlerweile sind über Rademachers Ausstellungen und letztlich auch über seine Homepage mehrere internationale Galeristen auf ihn aufmerksam geworden. So kam letztlich die aktuelle Ausstellung in New York zustande, bei der er mit sechs Werken vertreten sein wird.

"Außerdem habe ich mit der New Yorker Galerie "Agora" gerade einen Vertrag geschlossen, der ihr ein Vorkaufsrecht für weitere acht Bilder von mir garantiert", erklärt Rademacher gegenüber unserer Redaktion. "Die Galerie wird mich dafür ein Jahr in den USA promoten. Langfristig strebe ich die Zusammenarbeit mit einer Schweizer Galerie an, die eng mit einer Berliner und Wiener Galerie kooperiert. Hierdurch verspreche ich mir einen größeren internationalen Austausch."

Seine Kunst einzuordnen, sei schwierig, meint Rademacher. Am ehesten treffe "abstrakter Expressionismus" zu. Rademacher: "Ich arbeite viel mit Mischtechniken und setze immer wieder graphische Elemente wie Holzschnitt und Radierung ein. Von meiner Graphik stelle ich in aller Regel keine Auflagen her, sondern kombiniere sie mit Gouachen, Aquarell und Kreide. Sämtliche Holzschnitte, Lithos und Radierungen drucke ich selbst."

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