– REGENSBURG (BIERMANN) – Prof. Herbert Jägle ist neuer Leiter für den Bereich Kinder- und Neuroophthalmologie, Orbita und erbliche Netzhauterkrankungen der Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Regensburg (UKR).
"Wir freuen uns, dass wir mit Herrn Professor Jägle einen Experten für den Bereich der Kinderund Neuroophtalmologie an das Universitätsklinikum holen konnten. Er ist ein breit ausgebildeter Arzt im Fach Augenheilkunde und wird in der Patientenversorgung, der Forschung und Lehre neue Impulse setzen", betont der Ärztliche Direktor Prof. Günter Riegger.
Zu Jägles Behandlungsschwerpunkten zählen Augenerkrankungen im Kindesalter wie zum Beispiel Frühgeborenenretinopathie, angeborene Glaukome, Fehlstellungen der Lider und Schielen sowie Augenbewegungsstörungen, Erkrankungen und Tumore der Lider und Augenhöhle. Des Weiteren zählen zu seinem Aufgabenbereich die Diagnostik und Betreuung von Patienten mit erblichen Netzhauterkrankungen.
In seinen Forschungsarbeiten beschäftigt sich Jägle mit der Untersuchung der Netzhautfunktion bei erblichen Netzhauterkrankungen im Kindes- und Erwachsenenalter, der Verarbeitung von Farbe und Kontrast im Sehsystem sowie der Wahrnehmung und Interaktion von Sinnesreizen.
Jägle wurde 1961 in Waldkirch geboren und studierte zunächst Mathematik, dann Humanmedizin an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau. Für seine Doktorarbeit zum Thema "Genotypisierung und Phänotypisierung der Rot-, Grün- und Rotgrünhybridpigmente der menschlichen Netzhaut" erhielt er den Promotionspreis des Hermann-Wacker-Fonds.
Seine Facharztausbildung absolvierte er an der Universitäts-Augenklinik Tübingen, wo er ab Januar 2000 auch Arbeitsgruppen- und Laborleiter für Klinische Elektrophysiologie und Psychophysik an der Forschungsstelle für Experimentelle Ophthalmologie war.
Jägle war Oberarzt in der Abteilung für Pathophysiologie des Sehens und Neuroophthalmologie in Tübingen, bevor er in die Abteilung Strabologie und Neuroophthalmologie der Universität Göttingen und erneut als Oberarzt nach Tübingen in die Sektion für Motilitätsstörungen, periokuläre Chirurgie und Kinderophthalmologie wechselte.
2007 habilitierte er zum Thema "Die Hellempfindlichkeitsfunktion und die relative Häufigkeit der Lang- und Mittelwellenlänge empfindlichen Zapfen".
Quelle: Uni Regensburg
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