Party pur - WOCtoberfest setzt neue Maßstäbe
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- Foto: Biermann Medizin
08.06.2010
(BIERMANN) – Eins, zwei, drei, vier Schläge - und der Zapfhahn saß. O'zapft is! Das Bier sprudelte in die Maßkrüge und die Stimmung im "Wies'nzelt"-Hangar von Tempelhof schäumte schnell über. Das WOCtoberfest 2010 hat gestern Nacht neue Maßstäbe in Sachen Kongress-Festabend gesetzt. Unsere Bilderstrecke "Brez'n, Bier, Begeisterung - Szenen vom WOCtoberfest" sagt sicher mehr als diese "1000 Worte"...
Ausverkauft war die Party, ausgelassen die Gäste, außergewöhnlich die Laune. Kaum länger als eine Stunde war das WOCtoberfest eine "gesetzte" Veranstaltung, dann tanzte der Kongress, zog die Polonaise, stand der Saal auf den Bänken.
Das Präsidentenpaar Prof. Gabriele und Gerhard Lang hieß die WOCtoberfest-Gemeinde stilecht in Dirndl und Lederhose willkommen. Die Begrüßung war erfrischend kurz. Der WOC-Präsident umriss knapp die Geschichte von Tempelhof und erinnerte an die Luftbrücke, den "airlift", wofür auch nach mehr als 60 Jahren Berliner Beifall aufbrandete.
Eine Schuhplattler-Gruppe stimmte schnell auf das bayerische Flair des Abends ein, das sich kulinarisch in Form von Leberkäs`, Weißwürstchen, Händln und anderen Leckereien tellerweise in den Saal hinein verbreitete.
Nicht zu viel versprochen hatten die Organisatoren, als sie ankündigten, mit der "Münchner Zwietracht" werde DIE Oktoberfest-Band nach Berlin kommen - Versprechen gehalten! Als die Resi mit dem Traktor abgeholt wurde, der Schneewalzer getanzt und das Hofbräuhaus geöffnet wurden, hielt es kaum noch einen in den Sitzreihen.
Beim Auftritt des Elvis-Imitators wurde es mal rockig (Jailhouse-Rock), mal schmusig (Falling in love with you) und auch mal ein bisschen "deutsch" (Muss i denn...), dann aber fetzte es wieder mit "Viva Las Vegas", bevor die "Münchner Zwietracht" zum zweiten Mal auf die Bühne sprang.
Immer wieder wurde mit hochgereckten Bierkrügen ein Prosit auf die Gemütlichkeit ausgebracht, immer wieder hallte ein "Hallo? Echo!" durch den Saal, die Partystimmung war auf dem Höhepunkt. Egal ob Mediziner oder Industrievertreter, ob Kliniker oder Niedergelassener, ob Ordinarius oder Arzthelferin - und vor allem, egal aus welchem Erdteil, es gab nur noch "WOCcies".
Die Gäste aus Fernost gehörten - erwartungsgemäß darf man sagen - zu den feierfreudigsten, aber auch die Afrikaner und Amerikaner waren in ihrem Element. Als dann noch afrikanische Rhythmen von der Münchner Truppe getrommelt wurden, gab's kaum ein Halten mehr - und nicht nur das Bier, auch der Schweiß floss längst in Strömen: "Do you feel the sun of Africa?" wollte einer der Musiker wissen... oh ja! Die Sonne Japans ging derweil über der Showbühne auf: Eine Tasche mit der Aufschrift "WOC 2014 Tokyo" wurde in die Höhe gereckt und lud schon mal zum ubernächsten Weltkongress in die japanische Hauptstadt ein.
Eine Randnotiz aus Chronistenpflicht: Beim Fass-Anstich war ein Stück Glas gegen Prof. Langs Stirn geschleudert worden. Nach ein paar Schrecksekunden und Blutstropfen war der Präsident aber wieder fit. (dk)