Glanzvolle WOC-Eröffnungsparty setzt neue Maßstäbe
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- Von Graefe hieß die Gäste der Eröffnungsveranstaltung willkommen. (Foto: Prautzsch)
05.06.2010
(BIERMANN) – Mit einer glanzvollen Eröffnungsveranstaltung, die über weite Züge den Charakter einer Hollywood-Gala trug, wurde heute Abend der World Ophthalmology Congress (WOC) im Berliner ICC offiziell eröffnet. Das zweistündige Programm überraschte durch perfekte Choreographie und szenische Dichte ohne Längen.
Während Eröffnungsveranstaltungen medizinischer Fachgesellschaften, gelegentlich auch der DOG, durch zu viele Grußadressen und überlange Reden das Publikums eher einschläfern, war bei dieser Eröffnungsveranstaltung fast alles anders. Kamerafahrten aus dem Weltall auf Berlin, schnell geschnittene Bildcollagen zur technisierten Augenheilkunde und immer wieder historische Reminiszenzen fügten sich zu einem kurzweiligen Programm. Einer der Höhepunkte war der Auftritt Albrecht von Graefes, der über seinen Werdegang und die Anfänge der wissenschaftlichen Augenheilkunde berichtete. Auf der Suche nach seinem heutigen Nachfolger wurde ihm ein Handy gereicht, das daraufhin im Auditorium klingelte. Die Bühne betrat nunmehr DOG-Präsident Gerhard Lang, der eine Glitzerjacke trug, die ihm Publikum zu hörbarer Erstaunen führte. Nach einer kleinen Konversation mit seinem historischen Vorgänger hielt Lang eine Eröffnungsrede, die kompakt und präzise war und im übrigen durch wohltuende Kürze gefiel. Danach folgten die Preisverleihungen und Laudationes, die durch Bruce Spivey, den Präsidenten des International Council of Ophthalmology, vorgenommen wurden. Als Referenz an die ganz Kleinen und ihre Bedeutung für die Zukunft trat ein Kinderchor auf, bevor ein Sternenregen nieder und gleich darauf die Leinwand hoch ging, um den Blick auf das riesige Buffet für den Präsidentenempfang freizugeben.
Schon jetzt steht fest, dass der WOC 2010 als bislang größter Augenheilkundekongress in Deutschland und wahrscheinlich auch Europa neue Maßstäbe setzen wird. Mit mehr als 12.000 Besuchern und einer unübersehbaren Fülle von Symposien, Kursen und Vorträgen hat das Ereignis alle Erwartungen übertroffen.
Das Organisatorenehepaar wurde allseits beglückwünscht. Ihre Popularität besonders bei ausländischen Besuchern zeigte sich an einem Detail: Viele Japaner und Chinesen ließen sich vor lebensgroßen Pappfiguren der Langs in Lederhosen fotografieren.