(BIERMANN) – Das Klinikum Fulda, mit 2600 Beschäftigten größter Arbeitgeber Osthessens, verlässt den Kommunalen Arbeitgeberverband Hessen. Grund des Austritts ist Unmut über die schlechte Vertretung der Interessen der kommunalen Krankenhäuser unter anderem während des Ärztestreiks.
«Wir kommunalen Krankenhäuser fühlen uns schon lange nicht mehr vom Arbeitgeberverband vertreten. Das Fass zum Überlaufen brachte das Verhalten des Verbandes während des vierwöchigen Ärztestreiks im Mai und Juni», erklärte Harald Jeguschke, Allein-Vorstand des Klinikums. Die Arbeitgeber hätten den Streik, der das Klinikum 1,6 Millionen Euro gekostet habe, unnötig in die Länge gezogen.
Jeguschke versicherte, die Bezahlung der Mitarbeiter werde auch nach Auslaufen der Tarifverträge im kommenden Jahr nicht verändert. Die Mitgliedschaft endet zum Jahresende.
«Wir wollen die Arbeitsbedingungen unserer Mitarbeiter im Vergleich zum jeweils geltenden Tarif nicht verschlechtern. Wir wollen kein Lohndumping. Aber wir wollen, dass sich der Kommunale Arbeitgeberverband bewegt», erklärte Jeguschke. Falls sich der Verband nicht auf die kommunalen Krankenhäuser zubewege, wolle er mit anderen kommunalen Krankenhäusern einen eigenen Tarifverband gründen.
dpa
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