(BIERMANN) – Seit Eröfnung des Europäischen Cyberknife-Zentrums München-Großhadern am 1. Juli 2005 haben die ärztlichen Leiter, Prof. Berndt Wowra und PD Alexander Muacevic, mit ihrem Team mehr als 2500 Patienten behandelt sowie das Anwendungsspektrum der schmerzfreien Cyberknife-Strahlenchirurgie durch eine Vielzahl wissenschaftlicher Studien deutlich erweitern können. Des teilt das Zentrum zum fünfjährigen Bestehen der Einrichtung mit.
Das bundesweit erste Cyberknife-Zentrum, das eng mit dem Klinikum der Universität München (LMU) kooperiert, zählt nach eigenen Angaben "international sowohl in der Patientenversorgung wie auch in der Forschung zu den erfolgreichsten Einrichtungen" dieser Art.
Bei der flexiblen Cyberknife-Technologie, so heißt es, rotiert die Bestrahlungseinheit um den Patienten - typisch seien bis zu 150 (aus 1400 möglichen) Einstrahlrichtungen pro Behandlung. Das Spektrum aufgrund publizierter wissenschaftlicher Studien und darin nachgewiesener Wirksamkeit reiche derzeit von der Bestrahlung von Tumoren im Gehirn, am Auge, an der Wirbelsäule und am Becken sowie in Lunge, Leber und zum Teil auch an der Prostata.
Bei der Cyberknife-Technologie handele es sich um "die derzeit innovativste Photonentherapie", erklärt das Zentrum. Die wichtigste Aufgabe der Strahlenchirurgie sei die hoch präzise Bestrahlung eines exakt festgelegten Zielvolumens. Dabei sollen die gesunden Körperteile in der Tumorumgebung so wenig wie möglich von Strahlen getroffen werden. Um dies zu erreichen, wird zuerst ein Bestrahlungsgerät mit geeigneter Strahlenart und Energie gewählt und die Tumorregion aus verschiedenen Richtungen bestrahlt. Bei der Behandlung überschneiden sich schwache Strahlenbündel aus vielen verschiedenen Richtungen im Tumor, wo sie sich zur Gesamtdosis aufsummieren.
"Durch die Entwicklung der Cyberknife-Technologie mit einer Kombination aus integrierter Bildführung und Robotersteuerung zeichnet sich eine völlig neue, nicht invasive Behandlungsmöglichkeit ab", unterstreicht das Team aus Großhadern.
Muacevic, der gemeinsam mit Wowra das Europäische Cyberknife-Zentrum in München-Großhadern leitet, ist zudem designierter Präsident des Aufsichtsrates der internationalen Cyberknife Society. Im Bereich der Behandlungen von Patienten mit Erkrankungen im Bereich des Gehirns liegen die Münchner Radiochirurgen "weltweit an erster Stelle" betont das Zentrum.
Quelle: Europäisches Cyberknife Zentrum München-Großhadern
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