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Kliniken wollen im Verbund sparen

Der Neubau des Offenbacher Klinikums. Fotoquelle: Arne Dedert dpa/lhe
Der Neubau des Offenbacher Klinikums. Fotoquelle: Arne Dedert dpa/lhe

19.03.2010 (BIERMANN) – Die kommunalen Krankenhäuser sehen sich wirtschaftlich mit dem Rücken zur Wand. Um deren Existenz zu sichern, hält die hessische Krankenhausgesellschaft Fusionen und Verbundmodelle für zwingend notwendig.

Das Klinikum Offenbach, dessen Neubau heute offiziell eröffnet wird, plant zum 1. Januar 2011 den Zusammenschluss mit den Horst-Schmidt-Kliniken in Wiesbaden. Sie wollen unter einer gemeinsamen Leitung arbeiten und innerhalb von drei Jahren 15 Millionen Euro sparen. Geplant ist unter anderem die gegenseitige Nutzung von Abteilungen, die das andere Haus derzeit nicht hat - etwa die Augenheilkunde, über die die Horst-Schmidt-Kliniken verfügen (Direktor Prof. Ulrich H. Steinhorst). Zusammengenommen kämen die Kliniken auf rund 1720 Betten.

Seinen Betrieb nimmt das neue Klinikum Offenbach erst im Frühsommer auf, weil der Umzug aus den derzeit genutzten Gebäuden wegen jüngst entdeckter Sicherheitsmängel am Neubau verschoben werden musste. Besichtigt werden kann die Klinik am morgigen Samstag.

Außerdem wollen die beiden Häuser, das Klinikum Frankfurt-Höchst und das Gesundheitszentrum Wetterau künftig den Einkauf von Medikamenten und medizinischem Geräte über ein gemeinsames Logistikzentrum abwickeln. Zum Gesundheitszentrum Wetterau gehören unter anderem die Kliniken des Kreises in Bad Nauheim, Friedberg, Schotten und Gedern.

Seit zwei Jahren betreibt das Klinikum Offenbach darüber hinaus mit einem Partner in Bad Nauheim eine Großküche. Sie produziert rund 8300 Mahlzeiten täglich. (dpa/dk)

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