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Umfrage unter Netzvorständen: "Regionalen Versorgungskonzepten gehört die Zukunft"

Netzwerke mit 50 bis 100 Ärzten werden von 58 Prozent der Netzvorstände als die zukunftsfähigste Größenordnung angesehen.  Fotoquelle: MEV
Netzwerke mit 50 bis 100 Ärzten werden von 58 Prozent der Netzvorstände als die zukunftsfähigste Größenordnung angesehen. Fotoquelle: MEV

18.03.2010 (BIERMANN) – Ärztenetze mit 50 bis 100 Ärzten und regionale Versorgungskonzepte haben die besten Zukunftsaussichten. Dies erwarten Vorstände und Geschäftsführer von Ärztenetzen, die an der Umfrage "Netzarbeit konkret - Bestandsaufnahme und Perspektiven zur vernetzten Versorgung" des NAV-Virchow-Bundes teilgenommen haben.

Knapp 70 Prozent der Befragten schätzen laut NAV ein Verhandlungs- und Verträgemanagement als sehr wichtig für die eigene Arbeit ein. Sie erwarten davon wirtschaftlichen Erfolg für ihr Netz und die Einzelpraxis, einen kompetenten Umgang mit Verträgen sowie Sicherheit in Verhandlungen mit Krankenkassen.
Eine ebenso große Anzahl der Umfrageteilnehmer hält regionale Versorgungskonzepte für den wichtigsten Baustein zur Weiterentwicklung ihres Netzes. Für den Aufbau eines solchen Konzeptes wünschen sich die Netzvorstände vor allem Unterstützung im betriebswirtschaftlichen Bereich und bei der Suche nach strategischen Partnern.

"Netze und andere ärztliche Kooperationen tragen zur Sicherung des Standortes und der Existenz der Einzelpraxis bei", so der NAV-Bundesvorsitzende, Dr. Klaus Bittmann. Neue zukunftsweisende Versorgungsstrukturen würden sowohl den Patienten an die Hand nehmen als auch die Freiberuflichkeit des Arztes im Netz stärken.

"Die Ärztenetze müssen sich vor allem im Hinblick auf Verbindlichkeitsvereinbarungen noch professioneller aufstellen" rät Bittmann. Denn die Umfrage habe gezeigt, dass Verbindlichkeit in vielen Netzen gar nicht und nur selten durch Sanktionen geregelt sei. Im Bereich der Arzneimittelverordnung seien die Netze bereits weiter. In knapp der Hälfte der befragten Ärztenetze gebe es entsprechende Vorgaben - von Positivlisten über ausgewählte Generika bis hin zu Leitlinien und Behandlungspfaden.


Informationen:
www.nav-virchowbund.de


Quelle:
NAV Virchowbund

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