(BIERMANN) – Die gesetzlich Krankenversicherten liegen einer Studie zufolge bei der Beurteilung der Kostenentwicklung im Gesundheitswesen oft falsch. So glaubten fast 60 Prozent der Versicherten, dass die Verwaltungskosten der Kassen drastisch gestiegen seien, heißt es in dem heute veröffentlichten Gesundheitsmonitor der Bertelsmann Stiftung. Tatsächlich lägen sie aber seit Jahrzehnten bei fünf bis sechs Prozent.
Auch von einer Kostenexplosion, von der fast jeder Versicherte (94 Prozent) mindestens schon einmal gehört habe, könne keine Rede sein: Zwar soll der Beitragssatz wieder steigen, aber die Ausgaben der Kassen im Vergleich zum Bruttoinlandsprodukt verharrten seit zehn Jahren bei rund sieben Prozent.
"Diese Mythen zeigen, wie dringend erforderlich es ist, dass mehr Transparenz geschaffen wird, um den Bürgern die Chance zu geben, als mündiger Patient auch in Sachen Gesundheitspolitik agieren zu können", sagte Brigitte Mohn vom Vorstand der Stiftung. (dpa)
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