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AG Westfalen startet Briefaktion zur Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen

Dr. Lienert, Vorstandsvorsitzender der AG Westfalen. Fotoquelle: AG Westfalen
Dr. Lienert, Vorstandsvorsitzender der AG Westfalen. Fotoquelle: AG Westfalen

19.03.2010 (BIERMANN) – Mit dem Aufruf zu einer Briefaktion möchte die Augenärztliche Genossenschaft Westfalen die Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen am 9. Mai nutzen, um die Position der Augenärzte als Praxisinhaber und Vertragsärzte zu stärken.

"Ihr wichtigstes Anliegen - die Gesundheit Ihrer Wähler" ist der Brief überschrieben, der bis zum 9. April an die Landtagskandidaten der jeweiligen Wahlkreise geschickt werden soll.

"Nur gemeinsam sind wir stark, nutzen Sie auch Ihre Mitwirkungsmöglichkeit", appelliert Dr. Friedel Lienert als Vorstandsvorsitzender der AG Westfalen an seine Kolleginnen und Kollegen. Ziele der Briefaktion sind unter anderem die politische Durchsetzung einer besseren Honorierung, das Ende der Budgetierung im Leistungsbereich und Arzneimittelsektor sowie der Bürokratie-Abbau.

"Gleiches Geld für gleiche Leistung bundesweit" werde von der Politik propagiert, heißt es im Brief. In Nordrhein-Westfalen beziehungsweise Westfalen-Lippe erhalte der Arzt aber "weniger Honorar als im Bundesvergleich. Das muss sich ändern".

Zugleich wird darauf hingewiesen, dass nach Ansicht der Genossenschaft durchaus genügend Geld im System sei, um die herrschenden Begrenzungen für gesetzlich Versicherte in Diagnostik und Therapie zu korrigieren. Allerdings dürften dann beispielsweise nicht länger Folgekosten von Komplikationsbehandlungen nach Schönheits-Ops über die GKV finanziert werden. Gesetzgeberischer Handlungsbedarf bestehe unter anderem auch bei Kassen-Angeboten wie Wellness-Wochenenden.

Schließlich plädiert die AG Westfalen im Brief an die Landtagskandidaten für die Attraktivierung des Arztberufes, um wieder mehr Nachfolger für frei werdende Arztsitze und unbesetzte Arztstellen in Kliniken zu finden. Die Abwanderung eines jungen Facharztes ins Ausland beispielsweise koste den Staat rund 240.000 Euro, rechnet die Genossenschaft vor, denn so viel würde durchschnittlich für Aus- und Weiterbildung an Steuermitteln aufgewendet. (dk)

Informationen:
www.ag-westfalen.de



Quelle:
Augenärtliche Genossenschaft Westfalen

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