Anzeige

Ärzte helfen Ärzten - Gesundheitsexperten der Union planen Strukturfonds für unterversorgte Regionen

Ein Prozent der Gesamtvergütung als Strukturfonds für unterversorgte Gebiete? Fotoquelle: Biermann Medizin
Ein Prozent der Gesamtvergütung als Strukturfonds für unterversorgte Gebiete? Fotoquelle: Biermann Medizin

16.03.2010 (BIERMANN) – Die Arbeitsgruppe Gesundheit hat während ihrer jüngsten Klausurtagung in Gronau/Epe auch das Thema "ambulante ärztliche Versorgung" eingehend beraten und einen Strukturfonds für unterversorgte Gebiete vorgeschlagen.

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende, Johannes Singhammer (MdB), und der gesundheitspolitische Sprecher und Vorsitzende der Arbeitsgruppe Gesundheit, Jens Spahn MdB erklären in einer gemeinsamen Stellungnahme, es "ein wichtiges politisches Ziel, dem zunehmenden Ärztemangel vor allem im ländlichen Bereich zu begegnen". Dazu gehöre, verstärkte Anreize für Ärzte zu setzen, sich in unterversorgten Regionen niederzulassen. Das bedeutet nicht nur finanzielle Förderung, sondern auch attraktivere Lebens- und Arbeitsbedingungen am Praxisstandort.

Nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung soll die finanzielle Förderung über einen Strukturfonds erfolgen, den die 17 KVen einrichten. Aus einem Positionspapier, so die Zeitung, gehe hervor, dass die KV-Bezirke "ein Prozent der Gesamtvergütung des KV-Bezirks" in diesen Fonds einzahlen sollen zur Finanzierung von "Investitionskostenzuschüssen, Vergütungszuschlägen oder Stipendien".

Des Weiteren fordern Spahn und Singhammer in ihrer Stellungnahme eine Reform der Bedarfsplanung, "um den regionalen Besonderheiten besser Rechnung zu tragen". Zudem müsse der Anteil der Ärzte, die nach dem Medizinstudium den ärztlichen Beruf ausüben, erhöht werden. Außerdem seien die Zugangsvoraussetzungen zum Medizinstudium zu überprüfen. (dk)



Quellen:
CDU Bundespartei; www.cdu.de
FAZ, 16.03., S. 11

Kommentare

Noch keine Kommentare vorhanden.

Neuen Kommentar schreiben

Login