(BIERMANN) – In einem Aufruf an die Mandatsträger des BVA-Nordrhein appelliert der BVA-Landesverbandsvorsitzende Dr. Ludger Wollring, zahlreich am "Gesundheitspolitischen Dialog" mit dem nordrhein-westfälischen Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann teilzunehmen. Der Dialog findet statt am 17. März ab 20 Uhr im Düsseldorfer Haus der Ärzteschaft, Tersteegenstraße 9.
Der Minister wird zunächst seine landes- und auch bundespolitischen Perspektiven und Entwicklungsziele für das Gesundheitswesen vortragen und anschließend für Fragen, Anmerkungen und Diskussionsbeiträge zur Verfügung stehen.
"Der Dialog sollte von Seiten der Vertragsärzteschaft ebenso aktiv und konstruktiv wie auch deutlich und klarstellend geführt werden. Bitte nutzen Sie die Gelegenheit und nehmen Sie an diesem Gespräch teil", ermuntert Wollring seine Kolleginnen und Kollegen in einem heute verschickten Rundbrief an die Mandatsträger. Ziel müsse es sein, dass die augenärztliche Grundversorgung "wieder kostendeckend erbracht werden kann".
Durch möglichst große Präsenz und möglichst eloquent vorgetragene Argumente, so Wollring, sollte dem Minister "die nötige Argumentationskraft" vermittelt werden, "mit der er in Berlin verdeutlichen sollte, dass eine Fortschreibung unserer Honorarmisere niemandem nutzt, leicht vermeidbaren Schaden an der Versorgung unserer Patienten anrichtet und niemandes politische Zukunft fördert".
Hintergrund des eindringlichen Appells Wollrings ist die "beispiellos und inakzeptabel niedrige" Vergütung der Vertrags-Augenärzte für die Regelversorgung. In Nordrhein werde nicht einmal die Grundpauschale mit dem zugesagten Orientierungspunktwert vergütet", betont Wollring. Mit dem durchschnittlichen Jahresumsatz aus der augenärztlichen Regelversogrung sei selbst in Gemeinschaftspraxen der Praxisbetrieb nicht aufrecht zu erhalten. Scharf kritisiert Wollring auch die KBV, deren Zahlen regelmäßig die Fakten verzerrten durch die "penetrante Hinzurechnung der Sachkosten (IVOM-Medikamente, IOL) in das Honorar". (dk)
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