– KÖLN (BIERMANN) – Der abgewählte Präsident der Gemeinschaft Fachärztlicher Berufsverbände (GFB), Dr. Herbert Menzel, hält seine Abwahl für eine Intrige anderer Berufsverbände, die in der Potsdamer Runde zusammengeschlossen sind. Dieser Runde gehören auch die Augenärzte an. Den frisch gewählten GFB-Präsidenten und Orthopäden Dr. Siegfried Götte (wir berichteten) vermutet Menzel jedoch nicht als treibende Kraft.
"Siegfried Götte hat mir gegenüber versichert, dass er damit nichts zu tun hat", sagte Menzel im Gespräch mit unserer Redaktion. Zwar habe ihn Götte, der ehemalige BVOU-Präsident, vor einem Jahr auch nicht gewählt, aber Menzel glaubt ihm, dass er nicht maßgeblich für seinen Sturz verantwortlich sei.
Sein Ausscheiden als GFB-Präsident sei jedoch alles andere als freiwillig gewesen. Er sei in den Tagen zuvor gedrängt worden, zurückzutreten. Ihm wurde nahegelegt, das Amt möglichst "geräuschlos" frei zu machen, sagte Menzel. Als er sich weigere, habe man ihm mit Abwahl gedroht.
Auf der entscheidenden Sitzung sei er standhaft geblieben und nicht zurückgetreten, obwohl genau das von ihm immer wieder verlangt wurde. "Ich wurde für vier Jahre gewählt. Es gab keinen Grund zurückzutreten."
Menzel vermutet, dass es vielen großen Berufsverbänden ein Dorn im Auge gewesen ist, dass ein Psychosomatiker den GFB anführt. Dabei ärgert ihn besonders der Umstand, dass er nach dem Ausscheiden des langjährigen Vorsitzenden Jörg-Andreas Rüggeberg geradezu in die Nachfolge gedrängt wurde. Ihn jetzt nach einem Jahr wieder abzuwählen, empfindet Menzel als wenig korrekt.
Der Vorsitzende des Berufsverbandes der Fachärzte für Psychosomatische Medizin vermutet hinter seiner Abwahl eine Intrige der Potsdamer Runde. Der Zusammenschluss von Facharztverbänden, zu denen neben den Orthopäden und Unfallchirurgen auch die Augenärzte, Gynäkologen und HNO-Ärzte gehören, hätte sich gegen ihn verbündet und ihn letztendlich gestürzt.
Noch keine Kommentare vorhanden.
12. ophthalmo-chirurgischer Nachmittag der ARTEMIS Augen- und Laserklinik Frankfurt mehr