– BERLIN (BIERMANN) – Im Video der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) zur Frage der Woche hat sich KBV-Vorstand Andreas Köhler entschieden für eine höhere und einfachere Vergütung ausgesprochen.
"Wir brauchen zwei, wenn nicht sogar drei Dinge", erklärte Köhler. Das eine sei eine angemessene Vergütungshöhe, die sei auf einem guten Weg, aber noch nicht erreicht. 20 Jahre Budget abzuarbeiten, das dauere.
Er sei guter Dinge, dass die Gesetzgebung die Möglichkeit schafft, dass man wieder auf eine adäquate Vergütung kommt. Es habe auch etwas mit Selbstwertgefühl einer Tätigkeit zu tun, wenn man im Vergleich zu einem Installateur niedriger bezahlt werde.
Das zweite sei ein verständliches, einfaches Vergütungssystem. Der
Arzt müsse auch verstehen, warum er soviel Geld bekommt oder warum er auch nicht soviel Geld bekommt, wie er angefordert hat. "Wir sind viel zu komplex in unseren Strukturen", kritisierte der KBV-Vorsitzende.
"Wir müssen bürokratiearm werden", nannt Köhler als dritten Punkt. Derzeit gebe es teilweise Honorarbescheide über 80 Seiten, die noch nicht einmal derjenige verstehe, der sie verschickt, geschweige denn derjenige, der sie erhält. Das Ziel sei: Ein Honorarbescheid - eine Seite.
Köhler forderte zudem Planbarkeit, da sonst ein Investitionsstau in den Praxen drohe: "Wir wollen doch nicht Lambarene in Deutschland, wir wollen etwas ganz anderes. Und da ist die Vergütung des Arztes der entscheidende Hebel."
Quelle: KBV, sf
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