– POTSDAM (MedCon/ar) – Nach zähen Verhandlungen haben sich die KV Brandenburg und die Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassen über die Vergütung der Impfleistungen im kommenden Jahr geeinigt.
"Es war schwierig, aber jetzt sind wir erleichtert", resümierte Dr. Peter Noack, der als KV-Vize die Verhandlungen für die Ärzte führte. Seit 2003 waren die Vergütungen nicht mehr angepasst worden. Deshalb hatte die KV Brandenburg fristgerecht zum Jahresende die bestehende Impf-Vereinbarung gekündigt.
"Allerdings hatten wir erwartet, eher ein Ergebnis mit den Kassen zu erzielen", so Noack. "Insbesondere bei der HPV-Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs gab es konträre Sichtweisen." Nun jedoch sei es gelungen, hier einen Kompromiss zu finden. Das bedeutet für die Versicherten in Brandenburg, dass die HPV-Impfung als Leistung der Gesetzlichen Krankenkassen abgerechnet wird.
Hätten sich Ärzteschaft und Kassen nicht mehr in diesem Jahr geeinigt, hätten die Impfungen ab dem 1. Januar 2009 von den Versicherten aus eigener Tasche bezahlt werden müssen. "Gerade mit Blick auf die Impfraten der Brandenburger war diese Einigung äußerst wichtig. Durch die neue Kassenleistung werden sich viele Brandenburger im kommenden Jahr impfen lassen", ist Noack überzeugt.
"Wir sind mit der Vereinbarung soweit zufrieden und konnten erstmalig nach sechs Jahren eine durchschnittliche Steigerung der Impfleistungen um 15 Prozent erreichen. Bei der HPV-Impfung, die pro Patient insgesamt dreimal durchgeführt wird, einigten wir uns pro Impfung auf einen Betrag von 8,24 Euro mit den Kassen", erklärt der Sprecher der KV Brandenburg gegenüber der MedCon-Redaktion. "Vor allem hierbei war Brandenburg eines der wenigen Länder, das die HPV-Impfung bisher nicht über die Kassen abrechnen durfte." Auch die Berufsverbände der Kinder- und der Frauenärzte stimmten der getroffenen Impf-Vereinbarung zu.
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