Weltkongress in Berlin - Ausblick auf 2010
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- Monika Porstmann und Prof. Lang stellten auf der Industrieversammlung in Leipzig die Planungen zum WOC 2010 vor. Quelle: Biermann Medizin
01.10.2009
– LEIPZG (BIERMANN) – Ein zünftiger Fassanstich, Ochsen am Spieß, Brezeln, Maßkrüge, Wurfbuden und die Krachlederne... das WOCtoberfest als gesellschaftliches Highlight des Weltkongresses 2010 könnte neue Maßstäbe in der Ophthalmologie setzen. Den Ideen sind jedenfalls keine Grenzen gesetzt. DOG- und WOC-Präsident Prof. Gerhard Lang lädt Augenärzte und Industrie ein, gemeinsam mit den Organisatoren des WOC 2010 ein internationales Ereignis zu gestalten, an das sich die Gäste aus aller Welt noch Jahre später mit Freude erinnern.
Schon die Eröffnungsfeier am 5. Juni soll vor allem eines sein: locker und unterhaltsam. Beginnen wird die Opening Ceremony mit internationalem akademischem Flair, dann folgt eine schmissige Show und schließlich geht der Abend in eine Berlin-Party über, machte Lang schon während des jetzigen DOG-Kongresses neugierig auf den Ausklang des ersten WOC-Tages. Beide Veranstaltungen - sowohl das WOCtoberfest am 7. Juni als auch die Eröffnungsveranstaltung - sind auch für Kinder geöffnet, "Wir wünschen uns, dass das als Familienfest gefeiert wird", lud Lang die Augenärzte ein, auch Partner und Kinder mit nach Berlin zu bringen und den WOC gleichzeitig als gute Gelegenheit für einen Berlin-Besuch zu nutzen.
"Wir machen nur zwei Events, die aber richtig", versprach Lang. An den Tagen dazwischen, davor, danach habe die Industrie jedwede Möglichkeit, aktiv zu werden. Zum WOCtoberfest werden 2000 bis 3000 Gäste erwartet. Da erschien ein Oktoberfest die beste Lösung, so viele "gesetzte Essen" wären zu einer wohl kaum lösbaren logistischen Herausforderung geworden. Industrie-Unternehmen, die ihre Gäste zum WOCtoberfest einladen wollen, können - ähnlich wie in den Münchner Wiesn-Zelten - feste Bereiche reservieren lassen. Nicht sparen wird die DOG, das versicherte Schatzmeister Prof. Jochen Kammann, an der "Musi". Hier soll eine erstklassige Kapelle für authentisches Oktoberfest-Feeling sorgen, nur eine "Hau-Ruck-Band"wolle schließlich niemand haben. Gefeiert wird das WOCtoberfest im Veranstaltungszentrum "Dresdener Bahnhof" im ehemaligen Postbahnhof am Gleisdreieck in Kreuzberg.
Der Weltkongress wird seit geraumer Zeit auch international stark beworben - sei es in Lateinamerika, Asien oder Russland. "Wir sind sehr, sehr optimistisch, als Minimum 8000 Teilnehmer zu erreichen", erklärte Kongressorganisatorin Monika Porstmann. Mit ausreichendem Vorlauf zum Kongress - voraussichtlich April - werde die Industrie über die Teilnehmerstruktur informiert werden können. Schon jetzt gebe es nicht nur aus Deutschland sowie Mittel- und Osteuropa viele Anfragen, sondern auch aus Neuseeland, Australien und Indien.
Dass die Internationalität des Weltkongresses und ein deutschsprachiges Programmangebot sich nicht gegenseitig ausschließen, betonte Lang bei der Vorstellung der Programm-Struktur: Die vier AAD-Tage von Donnerstag, 3. Juni, bis Sonntag, 6. Juni, bieten ein rein deutschsprachiges wissenschaftliches Programm. Der Samstag und Sonntag, 5. und 6. Juni, "überlappen" mit dem DOG/WOC-Programm von Samstag, 5. Juni, bis Mittwoch, 9. Juni. Auch das DOG/WOC-Programm wird durchgehend einen deutschsprachigen Saal anbieten, in dem beispielsweise Update-Sitzungen der Retinologischen Gesellschaft oder der DGII gehalten werden.
Die Industrieausstellung wird den Kongress an fünf Tagen begleiten: von Freitag, 4. Juni, bis Dienstag, 8. Juni. Der 3. Juni ist als Aufbautag und der 9. Juni als Abbautag eingeplant; die Aufbauzeit kann jedoch eventuell noch ausgeweitet werden, je nachdem wie viele Quadratmeter verkauft werden. Bisher sind - Stand Ende September - netto mehr als 3500 Quadratmeter Ausstellungsfläche gebucht. Für die Industrie steht im ICC Berlin der gesamte Funkturm-Stern zur Verfügung. Dabei werden Industrie und Vortragsräume so angelegt, dass im gesamten Ausstellungsbereich Zirkulation herrsche: "Es gibt kein 'dead end'", erklärte Monika Porstmann. "Wir haben uns bemüht, die Kritikpunkte, die bei der SOE und ESCRS aufgefallen sind, zu beseitigen."
Die Ausstellung wird für alle drei Kongresse - AAD, DOG, WOC - über die gesamte Zeit eine einheitliche Ausstellung im gesamten Funkturmring sein. Nach aktueller Schätzung werden etwa doppelt so viele Aussteller erwartet wie zur AAD respektive DOG. Da aber aus aller Welt viele kleinere Firmen, die hierzulande bisher noch unbekannt seien, ihr Interesse angemeldet hätten, müsse vielfach noch geprüft werden, ob diese Interessenten auch tatsächlich in das Ausstellerprofil passten, relativierte Monika Portsmann die Belastbarkeit dieser Schätzung.
Nicht geschätzt, sondern zugesichert wurde schon jetzt, dass die Kongressteilnahme für DOG- und BVA-Besucher "in keinster Weise" teurer werde. Für BVA- und DOG-Mitglieder sei die AAD-Teilnahme so günstig wie in 2009 und anschließend könnten diese dann auf dem WOC/DOG-Kongress ohne Zusatzkosten "weiterfahren". Noch bis zum 9. beziehungsweise 10. Februar 2010 werden für Kongressteilnehmer zwei Early-Bird-Registrierungen angeboten.
Wer sich einen detaillierten Eindruck vom WOC 2010 verschaffen wolle, sei eingeladen, die WOC-Homepage zu besuchen (www.woc2010.de oder www.woc2010.org), empfahl Lang. Die Homepage sei schon etwa 75.000-mal geklickt worden. Bisher habe man täglich etwa 500 bis 750 Seitenaufrufe registriert, das werde aber sicherlich in den nächsten Wochen und Monaten stark zunehmen. Ergänzend zu den Infos auf der Homepage wird es Newsletter geben und vorab auch ein vorläufiges Programm - dieses sogar in gedruckter Form.