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Innovator's Lecture: Presbyopie-Korrektur auf dem Weg in eine neue Dimension

Dr. Ruiz erhält von Prof. Neuhann den DOC-Ehrenlöwen für die Innovator's Lecture. Quelle: Kaulard
Dr. Ruiz erhält von Prof. Neuhann den DOC-Ehrenlöwen für die Innovator's Lecture. Quelle: Kaulard

21.06.2009 – NÜRNBERG (MedCon) – Dr. Lius Antonio Ruiz aus Bogota, Kolumbien, eröffnete gestern die Sitzung der Ehrenvorlesungen mit der Innovator's Lecture. Im Mittelpunkt seiner Vorlesung stand ein aktueller Überlick über die Entwicklung der operativen Presbyopie-Korrektur.

Ruiz spannte den Bogen von der hexagonalen Keratektomie (Hex-K) über die Presby-LASIK bis hin zum intrastromalen Femtoskunden-Laser-Verfahren, stellte monokulare und binokulare Optionen gegenüber und präsentierte die vielversprechenden Ergebnisse einer Studie an 132 Augen zum intrastromalen Verfahren(Intracor). Ruiz' Fazit der neuen Presbyopie-Korrekturmöglichkeit: Sie ist effektiv, sicher und hat im Vergleich zu den Alternativ-Verfahren unter anderem die Vorteile, keinen Flap zu benötigen, kein trockenes Auge zu induzieren und eine schnellere Rehabilitation zu zeigen.
Die Urkunde und den DOC-Ehrenlöwen überreichte Prof. Thomas Neuhann, der als nächster ans Redenerpult trat, hatte er doch die Ehre, die diesjährige Ridley-Lecture zu halten. In einer retrospektiven Studie verglich er Dogma und Wirklichkeit anhand der Frage, ob der Linsenaustausch bei Hochmyopen das Risiko der Netzhautablösung erheblich steigert - wie seit langem behauptet - oder nicht. Das Dogma hielt der Wirklichkeit nicht stand. Das postoperative Risiko einer Netzhautablösung bei Hochmyopen, so schlussfolgerte Neuhann, entspreche dem, das diese Patienten auch ohne Katarakt-Op hätten, vermutlich träte die Amotio ohne Linsentausch nur später auf.

Den Auftakt der Key-Note-Lectures machte Prof Volker Klauß mit einer Zwischenbilanz des globalen Projekts Vision 20/20 zur Verhütung vermeidbarer Blindheit. Über Techniken und Ergebnisse der Kataraktchirurgie bei Kindern berichtete Prof. Abhay Vasavada, bevor das Podium dem Vertreter einer anderen Fachrichtung überlassen wurde.
Der Neurobiologe Prof. Manfred Spitzer erklärte auf lebendig, humorvolle Weise, welche Erkenntnisse die Neurobiogie über das menschliche Verhalten in Bezug auf Fairness und Hilfsbereitschaft herausgefunden hat - auch die moralische Dimension des Menschseins ist demnach wissenschaftlich mess- und darstellbar. Ebenso begab er sich auf dei Suche nach dem "Glückszentrum", das es, so die schlechte Nachricht, in der Form gar nicht gebe. Die gute Nachricht - und auch die ist wissenschaftlich belegt - Lernen macht glücklich.

Ein, so Neuhann, langjähriger, treuer Freund der DOC, Dr. David Apple, schloss die Reihe der Key-Note-Lectures mit einer Vergleichsstudie, welche Langzeit-Wirkungen IOL auf das Auge haben.

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